Buchpräsentation ›Sammlung Bollmann‹ in Wien

Buchpräsentation, 8. September 2026, 18:30 Uhr, Museum für Angewandte Kunst Wien

Die Publikation Sammlung Bollmann: Schmuck / Jewellery 1970–2022 präsentiert erstmals die außergewöhnliche Schmucksammlung von Karl und Heidi Bollmann in ihrer Gänze. Dr. Karl Bollmann (1943–2022) – Jurist und Rechtsanwalt in Wien – war ein großer Liebhaber und geachteter Kenner internationalen Autorenschmucks, den er von 1970 bis 2022 gemeinsam mit seiner Frau Heidi sammelte. Die Sammlung Bollmann ist heute eine der weltweit bedeutendsten privaten Sammlungen künstlerischen Schmucks und umfasst 1.748 Unikate der internationalen Avantgarde. Den Grundstock bilden die bedeutendsten Künstler:innen des frühen künstlerischen Schmucks in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie Max Fröhlich, Bruno Martinazzi, Peter Skubic, Yasuki Hiramatsu, Thomas Gentille oder Hermann Jünger, gefolgt von Vertreter:innen der nachfolgenden Generation, wie Annamaria Zanella, Manfred Bischoff, Georg Dobler, Mari Ishikawa oder Tanel Veenre. Über die Jahre hat das Sammlerehepaar seinen Blick auch auf Künstler:innen aus den USA, Australien und Asien gerichtet und bildet so die weltweit verstreute Community des Autorenschmucks ab.

Im Museum für Angewandte Kunst in Wien wird die Publikation unter anderem vom Verleger Dirk Allgaier, der österreichischen Schmuckkünstlerin Gabriele Kutschera und Heidi Bollmann selbst präsentiert.

Die Teilnahme ist mit Museumsticket frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Abbildung: Brosche von Annamaria Zanella, Foto: Hans Bézard

Christian Dell sam Stadtmuseum Wiesbaden Ausstellung Silberkanne Goldgasse idell

Buchpräsentation ›Christian Dell‹ in Wiesbaden und Frankfurt/Main

Buchpräsentation in Wiesbaden, sam – Stadtmuseum am Markt, 26. August 2026, 18 Uhr
Buchpräsentation in Frankfurt/Main, Villa Metzler (Schaumkai 17), 16. September 2026, 18 Uhr

Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain widmet sich das sam – Stadtmuseum am Markt einem der bedeutendsten Designpioniere des 20. Jahrhunderts: Christian Dell. Er zählt zu den prägenden Gestaltern der Moderne. Seine Entwürfe – darunter die berühmten Leuchten der Serie „Kaiser Idell“ – gelten heute als Ikonen des modernen Designs. Weniger bekannt ist jedoch seine Verbindung zu Wiesbaden: Die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte Dell in der hessischen Landeshauptstadt.
Die Sonderausstellung Christian Dell (1893 bis 1974) – Von der Silberkanne zur Goldgasse, die noch bis zum 15. November in Wiesbaden zu sehen ist, widmet sich Leben und Werk eines Gestalters zwischen Handwerk, Bauhaus und Industrieproduktion. Von den frühen Jahren als Silberschmied in Hanau über das Bauhaus in Weimar bis zur Arbeit als Lehrer und Designer in Frankfurt eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf einen außergewöhnlichen Lebensweg.
Gezeigt werden Leuchten, Metallarbeiten, Fotografien, Entwürfe und Dokumente aus verschiedenen Schaffensphasen. Dabei richtet die Ausstellung den Blick nicht nur auf Dells bekannte Designklassiker, sondern auch auf die Ideen, Materialien und Netzwerke der Moderne.
Zugleich entsteht ein neuer Blick auf Christian Dell als Wiesbadener Persönlichkeit – und auf die Frage, weshalb sein Werk bis heute weltweit bekannt ist, seine Biografie jedoch lange im Hintergrund blieb.

Wir freuen uns, dass das sam – Stadtmuseum am Markt ebenfalls eine umfassende Publikation zum Schaffen Christian Dells mit uns realisiert hat. Diese wird am 26. August um 18 Uhr in Wiesbaden vorgestellt und gibt einen Einblick in das Leben und Werk von Dell. Die Autorin Beate Alice Hofmann (Städtische Museen Hanau) sowie die Autoren Michael Siebenbrodt (Gründungsdirektor des Bauhaus-Museums in Weimar und Dessau) und Josef Straßer (Die Neue Sammlung – The Design Museum, München) gehen im Gespräch auf die Entstehungsgeschichte der Publikation, auf zentrale Themen des Buchs und persönliche Highlights in Dells Schaffen ein. Auch der Verleger Dirk Allgaier wird anwesend sein und ein paar Worte zur Publikation sagen.

Bereits um 17 Uhr wird eine Kurzführung durch die Ausstellung angeboten. Außerdem sind wir selbst mit einem Bücherstand an dem Abend vertreten und verkaufen die Publikation vorort.

Um Anmeldung wird gebeten, die spontane Teilnahme ist natürlich weiterhin möglich.

Die Anmeldung bis zum 25. August 2026 erfolgt unter: info@stadtmuseum-wiesbaden.de, 0611 – 44 75 00 60

Abb. oben: Christian Dell, ca. 1930; Christian Dell / Geb. Kaiser und Co, Tischleuchte aus der Serie „Idell“, 1936/37.

Dana Widawski in Leipzig

Ausstellung: „ABER, ABER, SO, SO, SO“ mit Dana Widawski und Fritz Bornstück, The Grass is Greener, Spinnereistraße 7, Halle 10E, Leipzig, 25. Juli bis 22. August 2026
Eröffnung: 25. Juli, 16 bis 21 Uhr

Eine Auswahl an Werken von Dana Widawski und Fritz Bornstück wird in Kürze in Leipzig in der Galerie The Grass is Greener in der Ausstellung „ABER, ABER, SO, SO, SO“ zu sehen sein:

Fritz Bornstücks Gemälde sind moderne Stillleben bestehend aus Altem, Müll, Weggeworfenem, Liegengelassenem – mal spielen sie sich in gartenähnlichen Schauplätzen ab, mal nachts, mal zwischen überwucherten Wänden und Nischen. So entstehen Szenen unserer Konsumwelt, die düster wirken und doch einen gewissen Humor beibehalten. Auch seine Skulpturen, wie seine Keramik-Zigarettenstummel, setzen dieses Prinzip fort. Ob als Gemälde oder als kleinteilige Keramikobjekte – seine Werke wirken wie zurückgelassene Fundstücke aus einer möglichen Zukunft: Momentaufnahmen einer Welt, in der sich die Natur ihren Raum zurückerobert und nur noch der Müll von uns Menschen erzählt.

Dana Widawski überschreitet mit feinem Humor und provokanter Tiefe mit ihren Assemblagen und Fliesentableaus virtuos die Grenzen zwischen Kunst und Kunsthandwerk. Für ihre figürlichen Skulpturen nutzt sie industriell gefertigte, oft auch defekte Porzellanfiguren sowie historische Stücke, die sie mit Kaltfarben, Blattgold und Sprechblasen modifiziert. Für ihre Fliesentableaus nutzt die Künstlerin gewöhnlich keine Fundobjekte. Sie bemalt die verwendeten Rohlinge komplett selbst und nutzt dafür klassische Techniken wie die Unterglasurmalerei. Ihre Arbeiten spielen mit dem Kontrast zwischen einer niedlichen Ästhetik und einer unerwarteten, gesellschaftskritischen und oft humorvollen Aussage.

In der Monografie zu Dana Widawski wird ihr keramisches Schaffen des letzten zehn Jahre präsentiert:

Foto: Dana Widawski, Stehaufweibchen, 2023/24

„Metall, so weich wie Makkaroni“

Im Tagesspiegel ist ein Artikel über die Anfänge der Stahlrohrmöbel und die Revolution des modernen Designs erschienen. Darin wird die Geschichte der ikonischen Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer nachgezeichnet: vom berühmten Wassily Chair über die Experimente am Bauhaus bis zur industriellen Serienproduktion, die modernes Wohnen nachhaltig prägte.
Besonders spannend ist die Geschichte des Architekten Kálmán Lengyel, dessen Beitrag zur Verbreitung und Vermarktung der neuen Stahlrohrmöbel lange unterschätzt wurde.

Wer tiefer in diese Designgeschichte eintauchen und mehr über die Rolle Lengyels erfahren möchte, dem empfehlen wir natürlich unsere Publikation „Stahlrohrrevolution! Kálmán Lengyel, Marcel Breuer, Anton Lorenz und das Neue Möbel“:

Foto: Bauhaus-Studentin Immeke Schwollmann auf Marcel Breuers erstem Stahlrohrsessel, 1926 © Foto: Erich Consemüller/bröhan design foundation

„Boris Berlin“ und „Kunst am Bau“ bei den Schönsten Deutschen Büchern

Am Dienstag hat die Stiftung Buchkunst bekannt gegeben, wer es auf die Shortlist der Schönsten Deutschen Bücher geschafft hat. Wir freuen uns sehr, dass mit Kunst am Bau und Boris Berlin gleich zwei unserer Publikationen nominiert sind und bedanken und bei allen Beteiligten.

Am 15. Juni werden in der Buchhandlung Bücherbogen am Savignyplatz in Berlin die prämierten Bücher bekannt gegeben. In jeder Kategorie werden fünf Bücher besonders ausgezeichnet. Mit etwas Glück gehören unsere beiden Publikationen auch dazu. Wir drücken die Daumen!

Vortrag zu Marcel Breuer und der Publikation „Stahlrohrrevolution“

6. Juni, 19:00 Uhr, 21:00 Uhr
Collegium Hungaricum, Dorotheenstraße 12, Berlin (DE)


Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften Berlin lädt das Collegium Hungaricum zu verschiedenen Podiumsdiskussionen, Workshops und Pop-Up-Installationen ein, die zwei wichtige Persönlichkeiten des Bauhause ehren: Marcel Breuer, der heute besonders für seine Stahlrohrmöbel bekannt ist, und die Künstlerin und Textilgestalterin Otti Berger.

Der Kunsthistoriker Christoph Janik und die Museologin Ágnes Anna Sebestyén beschäftigen sich in ihrem Vortrag „B3 und Beyond: Marcel Breuers Möbelrevolution“ mit drei bedeutenden Möbelstücken von Breuer. Der berühmte B3-Stahlrohrsessel feiert dieses Jahr nämlich seinen 100. Geburtstag – am 17. Januar 1926 stellte der Designer den Prototyp des Sessels bei einer Bauhaus-Ausstellung in Dessau erstmals vor.

Christoph Janik ist auch Autor der Publikation Stahlrohrrevolution, die in unserem Programm erschienen ist:

Foto: Erich Consemüller, Stahlrohrsessel von Marcel Breuer, verschraubte Ausführung, Bauhaus-Postkarte, um 1926; Archiv der Bröhan Design Foundation, Berlin

Podcastfolge über Gertraud Möhwald

Renate Luckner-Bien war zu Gast im Podcast KunstOstFrau, um über die Bildhauerin Gertraud Möhwald zu sprechen. Die ganze Folge kann hier über Spotify nachgehört werden:

 

Der Podcast ist Teil des Projekts „Sichtbar machen: Ostdeutsche Künstlerinnen 1945–1989 in Sachsen-Anhalt”. Dieses Projekt hat sich der Aufarbeitung und Dokumentation des Lebens und Wirkens von Künstlerinnen der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR verschrieben. Ziel ist es, die Künstlerinnen sicht- und hörbar zu machen, um der Unterrepräsentation von Künstlerinnen entgegenzuwirken.

Das Buch zu Gertraud Möhwald ist bei uns im Programm erschienen:

GERTRAUD MÖHWALD

Renate Luckner-Bien GERTRAUD MÖHWALD Bildhauer will ich unbedingt werden Texte und Werke

Vortrag und Lesung zu Gertraud Möhwald in Gera

Vortrag und Lesung zu Gertraud Möhwald: Museum für Angewandte Kunst, Gera (DE), 17. Mai 2026, 11:45 Uhr (mit anschließender Führung)

Die international renommierte Bildhauerin und Keramikerin Gertraud Möhwald (1929–2002) hat über ihr künstlerisches Werk hinaus zahlreiche Zeugnisse authentischer Selbstwahrnehmung und kluger Weltbeobachtung hinterlassen. Erstmals wurden die Texte – neben ihren Arbeiten und vielen historischen Fotos – in einer Publikation gesammelt, kommentiert und in unserem Programm veröffentlicht: Gertraud Möhwald. Bildhauer will ich unbedingt werden.

Anlässlich des Internationalen Museumstags stellen Renate Luckner-Bien und Alena Fürnberg nun Leben und Werk der Künstlerin im Museum für Angewandte Kunst in Gera vor. Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Führung durch das Museum, die sich auf die Werke Möhwalds konzentriert.

GERTRAUD MÖHWALD

„Aufgetischt“ Finalist beim TDC Award New York

Aufgetischt: Eine kulinarische Weltreise ist unter den Finalisten beim Wettbewerb des Type Directors Clubs in New York! 

Der 1953 ins Leben gerufene TDC-Wettbewerb ist der älteste und renommierteste globale Wettbewerb für Typografie und Schriftdesign. Bereits die Publikationen Mysterien der Zeichen und Sigurd Bronger, ebenfalls gestaltet von Ina Bauer, wurden in den letzten Jahren mit dem Certificate of Typographic Excellence ausgezeichnet.

Welche Auszeichnung der Band Aufgetischt erhält, steht noch aus und wird am 16. Juli bekannt gegeben. Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim erschienen, zeigt die Publikation historische Goldschmiedekunst und zeitgenössisches Design, Schmuck „zum Anbeißen“ sowie Kostbarkeiten aus aller Welt – alles zusammengefasst unter dem Thema Esskultur.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Grafikerin Ina Bauer sowie dem Schmuckmuseum Pforzheim.

Fotos: Ina Bauer

Sigurd Bronger ausgezeichnet mit Certificate of Typographic Excellence

Wir freuen uns sehr, dass die Publikation Sigurd Bronger: Trag-Objekte vom Type Directors Club (TDC) New York mit dem Certificate of Typographic Excellence ausgezeichnet wurde.

Der 1953 ins Leben gerufene TDC-Wettbewerb ist der älteste und renommierteste globale Wettbewerb für Typografie und Schriftdesign. Auch in seinem 71. Jahr dreht sich alles darum, wie Buchstabenformen verwendet und gezeichnet werden, wobei typografische Spitzenleistungen gewürdigt und neue Schriftentwürfe in allen Weltsprachen gefeiert werden. Alle ausgezeichneten Projekte werden nun in einer Wanderausstellung in zahlreichen Städten in den Vereinigten Staaten, Kanada, China, England, Frankreich, Deutschland, Japan, Neuseeland, Polen, Südkorea, Spanien und Taiwan zu sehen sein.

In der Publikation wird das außergewöhnliche Werk des norwegischen Künstler Sigurd Bronger vorgestellt. Ob hohle Gänseeier, Naturschwämme, Verpackungen, Luftballons mit einem Smiley, Schuhsohlen, wissenschaftliche Messgeräte oder auch die Gallensteine seiner Mutter – das Repertoire der zu Schmuckobjekten erhobenen Dinge kennt keine Grenzen. Kunstvolle Aufhängungsmechanismen machen seine „Trag-Objekte“ tragbar. Schmuck ist für Bronger Mittel der Kommunikation. Die Fragen, die er mit seinen Werken stellt, beziehen sich auf Funktion und Nutzen, Dekor, Ästhetik und Schönheit, und seine Arbeiten fordern uns auf, Dinge neu zu sehen: Muss das Schöne wirklich nutzlos sein und das Praktische ästhetisch uninteressant? Unsere eigene „Dingwelt“ wird durch den humorvollen wie hintersinnigen Kosmos dieses außergewöhnlichen Künstlers um ein Vielfaches größer.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Grafikerin, Ina Bauer, sowie dem Künstler Sigurd Bronger und unserem Partner Die Neue Sammlung – The Design Museum in München.

 

 

Die Neue Sammlung – The Design Museum (Hg.)
SIGURD BRONGER
Trag-Objekte

Mit Beiträgen von Knut Astrup Bull, Paul Derrez, Petra Hölscher und Céline Robin, und einem Vorwort von Angelika Nollert
248 Seiten, 16 x 21 cm, 180 Abb.
Deutsch / Englisch
ISBN 978-3-89790-713-3

 

Foto Credit: Esspe Studios

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