Karl Fritsch Galerie Zink Ruby Gold Ring arnoldsche

Karl Fritsch in der Galerie Zink

Ruby Gold, Galerie Zink, Seubersdorf (DE), 12.9.–18.10.2020; Eröffnungswochenende: 12.–13.9.2020, 14.30–19.00 Uhr

Begegnet man Karl Fritsch persönlich, steht ein etwas lausbübischer Allgäuer vor einem, ohne jegliche Allüren und von unschlagbarem Charme. Doch seine Arbeiten befinden sich längst in allen wichtigen Museumssammlungen der Welt, seine Werke werden in den wichtigsten Galerien für zeitgenössischen Schmuck ausgestellt, Schmuckaficionados weltweit tragen seine Ringe.

Karl Fritsch absolvierte eine klassische Ausbildung als Goldschmied, bevor er an der Münchner Akademie bei Hermann Jünger und Otto Künzli studierte. Wie kaum ein anderer beherrscht er sein Handwerk. Das gibt ihm die Möglichkeit, sich über alle Regeln der klassischen Goldschmiedekunst hinwegzusetzen: Er durchbohrt Diamanten und fixiert sie mit zwei rostigen Nägeln auf einem Goldring, er versenkt Saphire, Rubine und Smaragde in unprätentiösem Aluminium, und auf einem Ring aus Weißgold steht „Nudelsuppe“ geschrieben. Provokation liegt ihm fern, aber Fritsch misstraut Konventionen und spürt dabei dem Wesen des Schmucks nach. Die Ringe von Karl Fritsch sind nicht nur besonders, sondern auch wunderschön Es ist ein Vergnügen, diese kleinen Skulpturen für die Finger zu tragen. Sie repräsentieren die große Freiheit, mit der sie Karl Frisch entworfen hat.

Zur Ausstellung Ruby Gold in der feinen Galerie Zink erscheint ein handlicher aber umfangreicher Katalog in unserem Programm, der sich in Makro-Aufnahmen der Schönheit der einzelnen Schmuck-Unikate widmet.

Die Ausstellung wird am 12. und 13. September von 14.30–19.00 Uhr eröffnet und zeigt über 100 Unikate des 1963 geborenen Künstlers. Ab dem 17. Oktober wird die Ausstellung mit Fotografien des holländischen Fotografen Paul Kooiker erweitert.

Claus Bury Landungsbrücke Fellbach arnoldsche Dirk Allgaier Ausstellung Galerie

Claus Bury – Raumkonzepte

Galerie der Stadt Fellbach, 10.9.–22.11.2020
Eröffnung: Donnerstag, 10.9.2020, 19 Uhr
Konzert des Bläserquintetts des SWR Symphonieorchesters an der Landungsbrücke: Freitag, 25.9.2020, 16 Uhr

Claus Bury, geb. 1946, ist für seine begehbaren Großskulpturen bekannt, der von ihm konstruierte Bitterfelder Bogen aus dem Jahr 2006 fand landesweite Beachtung.
Der international tätige Künstler entwarf auch die sogenannte Landungsbrücke Fellbach, die im Jahr 2009 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die 24 Meter lange Stahlskulptur, deren Rampe sechs Meter über der Wasseroberfläche endet, ist ein signifikanter Orientierungspunkt am Neckar und bietet, in einer Flussschleife gelegen, fantastische Ausblicke auf die örtliche Kulturlandschaft.
Die Ausstellung in der Galerie der Stadt Fellbach präsentiert Modelle und Zeichnungen zur Landungsbrücke und zu verschiedenen anderen zentralen Werken des Künstlers, darunter auch die frühen Modelle, mit denen Bury an der 4. Triennale Fellbach 1989 teilnahm.

Begrüßung: Johannes Berner, Erster Bürgermeister der Stadt Fellbach

Einführung: Dirk Allgaier, Verleger, arnoldsche Art Publishers

Der Künstler ist anwesend.

Die Zahl der Teilnehmer ist auf 55 Personen begrenzt, Anmeldung bitte unter kulturamt@fellbach.de

Claus Bury arnoldsche Poesie der Konstruktion

 

Eine umfassende und reich bebilderte Monographie
zu Claus Bury ist erst kürzlich bei uns im Programm erschienen.

Enric Mestre stoneware sculpture artist art arnoldsche exhibition modern shapes antwerp minimalism

Enric Mestre in Antwerpen

Modern Shapes Gallery, Antwerpen (BE), 10.9.–4.10.2020, Eröffnung: Donnerstag, 10.9.2020, 17 Uhr

Die Modern Shapes Gallery in Antwerpen präsentiert das minimalistische und zugleich intime Werk des spanischen Künstlers Enric Mestre. In den letzten Jahren konnte man beobachten, wie die künstlerische Keramik an Popularität gewonnen und der Ton von zeitgenössischen Künstlern als künstlerisches Ausdrucksmittel zurückerobert wurde. Diese Prozesse wirkten auf die gesamte Szene befreiend und erhöhten die Sichtbarkeit einer bis dato häufig marginalisierten Kunstform. Enric Mestre gilt einer jener Meister, die dazu beigetragen haben, den Weg für die künstlerische Befreiung des Mediums zu ebnen.

Durch Hingabe und Engagement hat Mestre die technischen Grenzen dieses anspruchsvollen und doch bescheidenen Materials erweitert. Als einer der bedeutenden Künstler der spanischen Schule wird sein Name in einem Atemzug mit Künstlern wie Jorge Oteiza und Eduardo Chillida genannt.

Enric Mestres skulpturale Objekte wirken nüchtern, fast streng. Doch der Schein kann trügen: Diese Skulpturen haben eine ungeheure poetische Kraft, die direkt zu den Betrachter*innen zurückblickt. Seine Skulpturen beherrschen das Imaginäre und fordern einen kontemplativen Austausch.

Eine umfassende Publikation zu seinem Werk ist erst kürzlich in unserem Programm erschienen.

 

Enric Mestre arnoldsche modern shapes exhibition ausstellung ceramic art Keramik Kunst Minimalismus minimalism

Beitragsabbildung: Stoneware sculpture, 1995, 50 x 135 x 40 cm

arnoldsche Gunnar Gundersen Jan Kokkin Sørlandets Sorlandets Kunstmuseum Ausstellung Exhibition Ustilling Modernim Moderne Tollefsen

Ausstellung Gunnar S. Gundersen

Sørlandets Kunstmuseum, Kristiansand (NO), 4.9.2020–24.1.2020
Eröffnung: 3. September 2020

Das rennomierte Sørlandets Kunstmuseum im südnorwegischen Kristiansand präsentiert ab September die Werke von Gunnar S. Gundersen (1921–1983), einem der wichtigsten Nachkriegskünstlers Norwegens. Dort setzte er in den 1950er- und 1960er-Jahren wesentliche Impulse zur Entwicklung der nicht-figurativen und konkreten Malerei. Seinen eigenen Stil formulierte er in den 1960er-Jahren aus. Er ist bekannt für farbmächtige Werke, Science-Fiction-Romane und technische Entwicklungen wie die Atomspaltung dienten ihm als Inspirationsquellen. Gundersen gilt als einer der wenigen konkreten Künstler in Skandinavien.

Gunnar S. Gundersen zeigte seine Arbeiten noch zu Lebzeiten in etwa 20, teils öffentlichen, teils privaten Ausstellungen. Für viele Norweger ist er wegen seiner Wandgestaltungen in öffentlichen Gebäuden ein Begriff. Wie für viele norwegische Künstler ist die Auseinandersetzung mit der angewandten Kunst und Kunst am Bau auch für Gundersen ein wichtiger Teil seines Werkes.

Die von Jan Kokkin verfasste ausführliche Mongrafie ist kürzlich bei uns im Programm erschienen.

arnoldsche Gunnar S. Gundersen Jan Kokkin Norwegen Norway Painting Concrete art postwar Malerei Konkrete Kunst

Beitragsabbildung: Gunnar S. Gundersen 1960, Foto: © Kjell Sten Tollefsen / BONO 2020

Kadri Mälk arnoldsche Hunt Leib Talinn Estland Book launch August 2020

Kadri Mälk – Hunt:

Buchpräsentation, Restaurant Leib, Tallinn (EST), 30.8.2020, 18 Uhr

Kadri Mälk präsentiert ihre Publikation HUNT: (ein doppeldeutiger Begriff, der auf Englisch die Jagd, wie auf Estnisch den Wolf bedeutet), in der sie erstmals ihre eigene Sammlung zeitgenössischen Künstlerschmucks in den Mittelpunkt stellt. Da Schmuck dazu bestimmt ist, getragen zu werden, werden nicht nur die Stücke auf dem Papier inszeniert, vielmehr posieren ihre Künstlerkollegen und -kolleginnen auch in Porträts neben oder mit den Lieblingsstücken.
Der jagende Wolf wird hier zum Sinnbild der Sammlerin, die Objekte der Begierde erscheinen klar als lebenserhaltende Beute. Doch wie bei allen Metaphern ist bei der Auslegung Vorsicht geboten: Denn während die erfolgreiche Jagd des Wolfes mit dem Tod der Beute endet, ist der Übergang der Schmuckstücke in Kadris Sammlung gleich einem Übergang in eine neue Seinsform. Die Inszenierung der Objekte im Buch, wie sie an und auf den Körpern von Freundinnen und Weggefährten getragen werden, erweckt den Schmuck einmal mehr zum Leben.

 

Kadri Mälk (*1958) bezeichnet sich als Metaphysikerin aus Berufung. Ihre Inspiration schöpft sie aus dem Dunkel der Nacht und der Farbe Schwarz.
In den 1980er-Jahren studierte sie an der estnischen Kunstakademie in Tallinn bei Leili Kuldkepp Schmuckkunst, gefolgt von Studien der Edelsteinkunde und Steinbearbeitung in Sankt Petersburg, bei Bernd Munsteiner im Hunsrück sowie im finnischen Lathi. 1996 kehrte sie als Professorin für Schmuck und Schmiedekunst an die Kunstakademie in Talinn zurück, wo sie mit so spektakulären Veranstaltungen wie Nocturnus, einem international besetzten Nacht-Symposium im Jahr 2001 Aufsehen erregt und für den Studioschmuck wirbt.
Mälks Werk wurden international Einzelausstellungen gewidmet, und ihre Schmuckarbeiten sind in Museen und öffentlichen Sammlungen von London über Brasilien bis nach Moskau zu sehen. Zu ihren Publikationen zählen neben dem Katalog Nocturnus (2001) u.a. Ornament as a Crime (1998, mit Christer Jönsson), Just Must (2008), Chroma/Monochroma (2007) und Castle in the Air (2011, mit Tanel Veenre) – einem Band zu Arbeiten der estnischen Schmuckkunst-Gruppe õhuLoss (dt. luftSchloss), die Mälk 1999 als Mentorin begründet hat.

hunt kadri maelk mälk arnoldsche collection jewellery jewelry studio

Aufmacherbild: Beata Ratsanik wears
Ruudt Peters, Hun, hong tai yang, 2013
Brooch: bluestone, silver

Ausstellung Tikimania

Museum Fünf Kontinente, München, 10.7.2020–28.2.2021
Künstlergespräch: 16.7.2020, 16 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Die Ausstellung Tikimania präsentiert Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit Südsee-Objekten aus dem Museum Fünf Kontinente, München. Die ungewöhnliche Schau zeigt europäische Kunst und ozeanische Kultur in einem überraschenden Zusammenspiel.

Der 1948 in Planegg bei München geborene Bernd Zimmer ist einer der wichtigsten Vertreter der „Heftigen Malerei“. 1973 zog der Verlagsbuchhändler und Buchgestalter, Philosoph und Religionswissenschaftler nach West-Berlin, eine ideale Insel-Umgebung für die aufblühende Szene einer später als „Junge Wilde“ bezeichneten Malerbewegung. In Kreuzberg gründete er 1977 mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und weiteren Künstlern und Künstlerinnen die Galerie am Moritzplatz. Mit großer gestischer Vehemenz und starker Farbsinnlichkeit entwickelte sich eine neue expressive Malerei. 1980 gelang Bernd Zimmer der künstlerische Durchbruch mit der Ausstellung „Heftige Malerei“ im Haus am Waldsee, Berlin. Zimmers Landschaftsbilder waren und sind ein Resultat seiner äußerst präzisen und sehr eigenen Beobachtungsgabe, die er auf vielen Reisen ausgebildet, weiterentwickelt und vervollkommnet hat.

1995 führte ihn einer seiner zahlreichen Reisen zu der Inselgruppe der Marquesas in der Südsee. Die Mehrzahl seiner von den Marquesas inspirierten Werke zeigt sogenannte „Tiki“. Der polynesische Begriff bezeichnet eine menschenähnliche, oft mit übernatürlichen Qualitäten versehene Gestalt. Tiki-Figuren sind meist aus Holz, Knochen oder Zahn geschnitzte bzw. aus Stein gehauene Skulpturen.

Tikimania spürt der europäischen Rezeption nach und setzt die Werke Bernd Zimmers mit Geschichte und Kultur der Marquesas-Inseln und wirkmächtigen westlichen Phantasien in Beziehung.
Die Publikation zur Ausstellung erzählt von dieser Tikimania – in zahlreichen Bildern Bernd Zimmers, wie von Tikis aus den Sammlungen, aber auch in Berichten und Essays über Paul Gaugin, Herman Melville, von Menschenfresserlegenden bis zum amerikanischen Tiki-Pop.

Tikimania Bernd Zimmer Marquesas Südsee Museum Fünf Kontinente Gaugin Melville

Beitragsabbildung: Tiki. Ua Pou (Detail), 1996
© Bernd Zimmer, VG Bild-Kunst Bonn, 2020

 

Sibylle Mania Ateliers Frank Motz arnoldsche Fotografie Photography Photographie Hela Paris Möhwald Weimar Berlin Schwarz-Weiß MARTIN NEUBERT

Sibylle Mania – Blicke in 19 Ateliers

ACC Galerie Weimar, 16.7.–16.8.2020
Buchpräsentation: 16.7.2020, 19 Uhr

Die Weimarer Künstlerin Sibylle Mania hat über zehn Jahre hinweg die Ateliers von Malern, Bildhauern, Keramikern, Fotografen, Metallgestaltern und Grafikern portraitiert. Ihre Bilder sind Fenster in die Welt künstlerische Prozesse, in der sich geheimnisvolles Chaos mit produktiver Effizienz vermengen. Die Künstlerinnen und Künstler selbst bleiben in den analog aufgenommenen, intimen Interieurs unsichtbar.

Sibylle Mania tritt als Fotografin selbst zurück und gibt uns mit ihren sorgfältig ausgewählten Ausschnitten der unberührten Ateliers die Möglichkeit, selbst einzutauchen in einen Ort, an dem die Inspiration jederzeit zur konkreten Form finden kann. Die eindrücklichen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen den Kunst- als Urzustand, lassen uns das in einer holistischen Mannigfaltigkeit gründende handwerkliche Gestalten wiederentdecken. Damit abstrahiert Sibylle Mania vom Werk und rückt den Prozess, das Leben in den Vordergrund.

Erhalten Sie Einblicke in die Ateliers von: Mary Bauermeister, Helmut Brade, Robert Krainhöfner, Martin Neubert, Vratislav Karel Novák, Rolf & Felix Lindner, Tea Mäkipää, Gertraud Möhwald, Martin Möhwald, Otto Möhwald, Helga Paris, Bruno Raetsch, Charlotte Sehmisch, Bettina Schünemann, Klaus Schultze & Nica Haug, Ludmila Šikolová, Elisa Sorg, Ulrike Theusner und Peter Zinecker

In der Ausstellung in der ACC Galerie Weimar werden weitere Atelierporträts zu sehen sein. Darunter die bis 2011 erhalten gebliebene Werkstatt des Buchbindermeisters und Kunsteinbandgestalters Otto Dorfner (1885–1955) in Weimar und jene der Kürschnermeisterin Hella Krabbes (1937–2015) im Schlösschen von Jena-Wöllnitz, das Sägewerk des Tischlers Peter Lantzsch im erzgebirgischen Hermsdorf und das Atelier des Malers, Grafikers und Restaurators Philip Oeser (1929–2013) in Taubach bei Weimar.

Die Publikation Sibylle Mania: Blicke in 19 Ateliers erscheint in unserem Programm.
Sibylle Mania Ateliers Frank Motz arnoldsche Fotografie Photography Photographie Hela Paris Möhwald Weimar Berlin Schwarz-Weiß

 

 

Buchpräsentation:

Grußwort: Dirk Allgaier, arnoldsche Art Publishers, Verleger

Einführende Worte: Frank Motz, ACC

Zum Abschluss: Performance Puro Rollo des mexikanischen Künstlers Victor del Oral

 

 

Beitragsbild: Martin Neubert, Keramiker, Weimar, November 2019

Young-Jae Lee Spinatschalen Schalen Teeschalen Koreanisch Korea Porzellan Glasur Steinzeug Magaretenhöhe Essen arnolsche Das Grün in den Schalen Nadine Engel Gisela Jahn

Young-Jae Lee – Spinatschalen

Galerie Greve, Köln, 19.6.–29.8.2020
Booksigning: Freitag, 21.8.2020, 17.00–19.00 Uhr, in Anwesenheit von Young-Jae Lee und Frau Dr. Engel vom Folkwang Museum

Die Kölner Galerie Karsten Greve präsentiert Keramiken der koreanischen Künstlerin Young-Jae Lee. Gezeigt werden 160 Spinatschalen – Speise- und Trinkschalen aus einem Schaffenszeitraum von fast zwanzig Jahren. Ihre Spinatschalen sind in der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Teeschale entstanden. Ihren besonderen ästhetischen Reiz erhalten die kleinformatigen, bauchigen Gefäße durch die vielfältigen Keramikglasuren.

Young-Jae Lee, 1951 in Seoul geboren, kam 1972 nach Deutschland, studierte in Wiesbaden und unterhielt ein eigenes Atelier in Heidelberg. Seit 1987 leitet sie die traditionsreiche Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in Essen. Bauhaus-Prinzipien sind ein wesentlicher Leitfaden in Young-Jae Lees Streben nach Vervollkommnung der Formsprache und Farbskala ihrer Essener Manufaktur. Zugleich befragt sie Tradition und Rezeption der koreanischen Keramik.

Koreanische Keramiktrends hatten Einfluss auf die Entwicklung japanischer Keramik und Porzellane, die in der europäischen Rezeption zum Inbegriff asiatischer Keramik wurden. Im 16. Jahrhundert produzierten koreanische Keramiker Trink- und Speiseschalen ausschließlich als Teeschalen für den japanischen Markt und förderten auf diesem Wege eine neue großartige Keramikkultur. Das 16. Jahrhundert war das goldene Zeitalter der koreanischen Keramik. Inspiriert durch die Meister der Joseon-Dynastie (1392–1897) schuf Young-Jae Lee ihre eigenen formschönen und einfachen Keramiken. Sie eignete sich die Form der historischen koreanischen Schale an und widmete sie um zu ihrer eigenen Trink-und Speiseschale – die Spinatschale.

Mit Young-Jae Lee präsentiert die Galerie Karsten Greve in Köln eine Mittlerin zwischen koreanischer und japanischer, asiatischer und europäischer Kultur, die in ihren Arbeiten die uralte Tradition koreanischer Keramik mit der europäisch geprägten Moderne verbindet.

Einen Überblick über den Variationsreichtum von Young-Jae Lees Keramiken bietet die Publikation Das Grün in den Schalen.

Young-Jae Lee Das Grün in den Schalen arnoldsche Nadine Engel Gisela Jahn Spinatschale

 

 

Karoline Hjorth Riitaa Ikonen Karin Eyes as big as plates Earth Wind Fire Water

Ausstellung Earth, Wind, Fire, Water

Galleri F 15, Moss (NO), 16.6.–4.10.2020

Earth, Wind, Fire, WaterNordic Contemporary Crafts ist die 44. Ausgabe der Ausstellungsreihe Tendenser (Tendenzen) in der Galleri F 15 in Moss, Norwegen. Seit fast fünfzig Jahren ist Tendenser eine der führenden Plattformen für zeitgenössisches Kunsthandwerk der nordischen Regionen. Tendenser wurde erstmals 1971 als jährliche Ausstellung präsentiert, die norwegische Künstler*innen in den Mittelpunkt stellte, und hat sich seither zu einer Biennale entwickelt.

Die diesjährige Ausstellung wird von Randi Grov Berger kuratiert. Siebzehn Künstler*innen und Künstlergruppen aus den nordischen Ländern präsentieren ihr Handwerk, ihre Werkzeuge und ihr tiefes Materialverständnis. Dies setzen Sie ein, um die drängenden Umweltprobleme anzugehen. In Anerkennung der starken gegenseitigen Abhängigkeit zwischen den Menschen und den oft vernachlässigten Materien – oder Elementen – und Organismen thematisieren die präsentierten Kunstwerke die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit unserer irdischen Existenz. Sie spiegeln ganzheitliche ökologische Praktiken wider, die eine Verbindung mit der Umwelt, mit einem Stück Land oder mit der Materie selbst herzustellen versuchen.

Die in Earth, Wind, Fire, Water vorgestellten Künstler*innen erkunden jeweils das Potenzial der Materialien und Elemente, künstlerische Arbeiten hervorzubringen, Teil von Prozess und Ergebnis zu sein und dieses manchmal sogar zu kontrollieren. Die Biologie, Geologie und Kosmologie umfassenden Praktiken entbehren nicht einer tiefen Sehnsucht nach einer Verbindung zur Erde gegenüber. Sie stellen unsere Wahrnehmung von der Materie, der sogenannten natürlichen Welt und von uns selbst infrage.

Eine Produktion des Nordic Network of Crafts Associations.
Unterstützt von Nordic Culture Fund und Nordic Culture Point.

Ein kleiner Film gibt einen ersten Eindruck der Ausstellung: https://vimeo.com/429567393
[Mit freundlicher Genehmigung der Nordic Network of Crafts Associations und Galleri F 15, Moss (NO)]

Beteiligte Künstler*innen: Hildur Bjarnadóttir (IS), Ebba Bohlin (SE), Fellesskapsprosjektet å Fortette Byen (Sámi/NO), Alma Heikkilä (FI), Karoline Hjorth & Riitta Ikonen (NO/FI), Guðjón Ketilsson (IS), Kasper Kjeldgaard (DK), Stian Korntved Ruud (NO), Ivana Králíková (CZ/SE), Valentin Manz (DE/NO), Britta Marakatt-Labba (Sámi/SE), Pekka Paikkari (FI), Louise Sidelmann (DK), Brynjar Sigurðarson & Veronika Sedlmair (IS/DE), Ida Wieth (DK), Hedvig Winge (NO), Charlotta Östlund (SE/FI)

Zu dieser Schau ist ab August 2020 eine Publikation mit acht Textbeiträgen und zahlreichen Abbildungen der Werke in der Ausstellung bei uns erhältlich.

Earth Wind Fire Water Randi Grov Berger Nicolas Cheng Camilla Groth Ánne Márjá Guttorm Graven Jessica Hemmings Jenni Nurmenniemi Æsa Sigurjónsdóttir Nina Wöhlk Nordic Contemporary Crafts Nordic Network of Crafts Associations Galleri F 15 Tonje Kjellevold

Arne Jacobsen SAS Royal Hotel Kopenhagen Copenhagen Nordic Design Antwort aufs Bauhaus Bröhan Annen Museum arnoldsche

Nordic Design in Lübeck

St. Annen-Museum, Lübeck, noch bis 23.8.2020

Skandinavisches Design zeichnet sich durch eine klare Formensprache, durch Funktionalität und effiziente Produktionstechniken aus. Die Produkte der nordischen Länder gelten als hochwertig, gut gestaltet, unkompliziert und demokratisch. „Schönheit für alle“ wird in den 1950er-Jahren zum Credo des schwedischen Designs und IKEA macht die anwendungsorientierten Konzepte zum Exportschlager. Einzigartige Lebensbedingungen zwischen Mittsommer- und Polarnächten, aber auch die Schroffheit der Natur inspirieren die finnische Gestaltung. Einer der Urväter des skandinavischen Designs ist Alvar Aalto. Seine Gestaltungslösungen werden zur Grundlage eines ganz eigenständigen Wegs der Moderne in Finnland. Kaare Klint wiederum stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Komfort wird in Dänemark zur Gestaltungsgrundlage. Mit warmen Holztönen, Lederbezügen und weichen Formen kommen Design und Hygge einander näher. Die futuristischen und poppigen Möbel Verner Pantons markieren schließlich den Bruch mit dem Funktionalismus.

In der Ausstellung kann der ausgeprägte Alltagsbezug des nordischen Designs auch anhand von Spielzeug und mitwachsenden Kinderstühlen sowie der Gestaltung moderner Arbeitswelten nach ergonomischen Gesichtspunkten nachvollzogen werden. Der spannende Weg der Moderne in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen, der sich in einer starken Auseinandersetzung mit den Ideen des Bauhauses vollzieht. Im Lübecker St. Annen-Museum, der zweiten Station der Ausstellung nach dem Bröhan-Museum, Berlin, werden die Designklassiker präsentiert. Dabei zeigt sich, dass die Designer und Architekten einen eigenen Stil gefunden haben, der  uns bis heute begeistert.

Zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog in unserem Programm erschienen.

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Beitragsabbildung: Arne Jacobsen, SAS Royal Hotel in Kopenhagen, 1955–1960
Historische Aufnahme, © Jørgen Strüwing / Fritz Hansen

Under these unusual circumstances, with exhibitions, galleries and our favourite book shops closed – and whilst we are all recommended to maintain social distancing – we think our beautiful art publications could be the perfect way to get through this uncertain period.

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