Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Kunstgewerbemuseum, Japanisches Palais, 2. Oktober 2025, 16.30 Uhr
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), 16. Oktober 2025, 18.30 Uhr
GRASSI Museum für angewandte Kunst, Leipzig, 22. November 2025, 16.00 Uhr
Die international renommierte Bildhauerin und Keramikerin Gertraud Möhwald (1929–2002) hat über ihr künstlerisches Werk hinaus zahlreiche Zeugnisse authentischer Selbstwahrnehmung und kluger Weltbeobachtung hinterlassen. Erstmals wurden die Texte – neben ihren Arbeiten und vielen historischen Fotos – in einer Publikation gesammelt, kommentiert und in unserem Programm veröffentlicht: Gertraud Möhwald. Bildhauer will ich unbedingt werden.
Gertraud Möhwald setzte in ihrer künstlerischen Praxis bewusst auf raue Oberflächen, Risse und Materialbrüche. Ihre figürlichen Plastiken bestehen häufig aus Keramikscherben, schamottiertem Ton, Papier, Textilien oder Draht. Sie stellen das Fragmentarische ins Zentrum. Fragen nach Leben und Tod, Zerstörung und Heilung oder nach Erinnerung und der Akzeptanz des Risses als Lebensspur waren zentrale Motive in Möhwalds Arbeit.
Der Fokus des nun vorliegenden Buches liegt auf Gertraud Möhwalds schriftlichen Äußerungen. In ihren Texten in Katalogen und Zeitschriften erzählt sie von ihrem beruflichen Werdegang, den empfangenen Anregungen, den äußeren Umständen und den handwerklich-technischen Aspekten ihrer Arbeit.
In drei verschiedenen Lesungen wird die Herausgeberin Renate Luckner-Bien die Künstlerin vorstellen, Alena Fürnberg wird Auszüge aus den Selbstzeugnissen Gertraud Möhwalds lesen. – So entsteht ein lebendiges Bild der „Keramik-Bildhauerin“.

Bitte informieren Sie sich über die Veranstaltungsdetails auf den jeweiligen Websites:
• Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Kunstgewerbemuseum, Japanisches Palais
• Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
• GRASSI Museum für angewandte Kunst, Leipzig
