Franz Bette: Der rote Faden

Ausstellung im Alien Art Centre, Kaohsiung (TW), 15.2.–23.6.2019
Franz Bette beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Fragen des Designs und setzt sich kritisch mit der Gestaltung von Schmuck, insbesondere mit dessen konzeptioneller und künstlerischen Formulierung auseinander. Bettes Denken und seine Arbeit sind in der europäischen Kultur verankert. Für die Ausstellung im Alien Art Centre und für das neue Publikum in Taiwan hat er nun mit Der rote Faden eine Werkserie entwickelt, in der er seine Erfahrungen in Asien verinnerlicht. Dabei ließ er neue Elemente in seinen künstlerischen Ansatz einfließen. Sein westlich geprägtes Vokabular wurde durch Materialien mit asiatischer Konnotation wie Porzellan, Bambus, Holz und Textilien erweitert. Er arbeitet mit diesen Werkstoffen im Bewusstsein der Tradition und Bedeutung, mit der sie in der asiatischen Kultur verankert sind, geht aber mit deren Auseinandersetzung und Aneignung seinen eigenen Weg – entsprechend seinem Zweck oder seiner Intuition.

Diese Ausstellung wird vom ALIEN Art Centre, Kaohsiung, Taiwan, in Zusammenarbeit mit dem Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, Deutschland, organisiert, kuratiert von Dr. Sabine Runde, Kuratorin für angewandte Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Exponate werden vom Künstler selbst, vom Museum Angewandte Kunst, dem Schmuckmuseum Pforzheim sowie dem Deutschen Goldschmiedehaus Hanau, Deutschland, zur Verfügung gestellt.

Die Publikation zur Werkserie Der rote Faden / Red X Thread ist soeben in unserem Programm erschienen. Für die exzeptionelle Buchgestaltung zeichnet das französisch-deutsche Büro Vier5 verantwortlich.

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