Kadri Mälk – Hunt:

Buchpräsentation, Restaurant Leib, Tallinn (EST), 30.8.2020, 18 Uhr

Kadri Mälk präsentiert ihre Publikation HUNT: (ein doppeldeutiger Begriff, der auf Englisch die Jagd, wie auf Estnisch den Wolf bedeutet), in der sie erstmals ihre eigene Sammlung zeitgenössischen Künstlerschmucks in den Mittelpunkt stellt. Da Schmuck dazu bestimmt ist, getragen zu werden, werden nicht nur die Stücke auf dem Papier inszeniert, vielmehr posieren ihre Künstlerkollegen und -kolleginnen auch in Porträts neben oder mit den Lieblingsstücken.
Der jagende Wolf wird hier zum Sinnbild der Sammlerin, die Objekte der Begierde erscheinen klar als lebenserhaltende Beute. Doch wie bei allen Metaphern ist bei der Auslegung Vorsicht geboten: Denn während die erfolgreiche Jagd des Wolfes mit dem Tod der Beute endet, ist der Übergang der Schmuckstücke in Kadris Sammlung gleich einem Übergang in eine neue Seinsform. Die Inszenierung der Objekte im Buch, wie sie an und auf den Körpern von Freundinnen und Weggefährten getragen werden, erweckt den Schmuck einmal mehr zum Leben.

 

Kadri Mälk (*1958) bezeichnet sich als Metaphysikerin aus Berufung. Ihre Inspiration schöpft sie aus dem Dunkel der Nacht und der Farbe Schwarz.
In den 1980er-Jahren studierte sie an der estnischen Kunstakademie in Tallinn bei Leili Kuldkepp Schmuckkunst, gefolgt von Studien der Edelsteinkunde und Steinbearbeitung in Sankt Petersburg, bei Bernd Munsteiner im Hunsrück sowie im finnischen Lathi. 1996 kehrte sie als Professorin für Schmuck und Schmiedekunst an die Kunstakademie in Talinn zurück, wo sie mit so spektakulären Veranstaltungen wie Nocturnus, einem international besetzten Nacht-Symposium im Jahr 2001 Aufsehen erregt und für den Studioschmuck wirbt.
Mälks Werk wurden international Einzelausstellungen gewidmet, und ihre Schmuckarbeiten sind in Museen und öffentlichen Sammlungen von London über Brasilien bis nach Moskau zu sehen. Zu ihren Publikationen zählen neben dem Katalog Nocturnus (2001) u.a. Ornament as a Crime (1998, mit Christer Jönsson), Just Must (2008), Chroma/Monochroma (2007) und Castle in the Air (2011, mit Tanel Veenre) – einem Band zu Arbeiten der estnischen Schmuckkunst-Gruppe õhuLoss (dt. luftSchloss), die Mälk 1999 als Mentorin begründet hat.

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Aufmacherbild: Beata Ratsanik wears
Ruudt Peters, Hun, hong tai yang, 2013
Brooch: bluestone, silver

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