W. Lindemann (Hg.)

BERND MUNSTEINER

Reflexionen in Stein; 2. überarbeitete Auflage




224 Seiten
30,5 x 20 cm, 219 Abbildungen in Farbe. Hardcover mit Schutzumschlag.
Deutsch / Englisch

49,80 inkl. MwSt.



ISBN 978-3-89790-203-9 Kategorie:

Beschreibung

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hier ein Video über Bernd Munsteiner an, der über die Arbeit an seinem Kunstwerk „Dom Pedro“ berichtet.

Um Edelsteine und insbesondere um Diamanten ranken sich oft dramatische Legenden. Manche – so will es der Volksmund – sind mit einem Fluch beladen, etwa der „Hope“, der größte blaue Diamant der Welt. Die meisten seiner Besitzer erlitten ein schweres Schicksal – vielleicht, weil der Stein in einem hinduistischen Tempel gestohlen worden war. Jean-Baptiste Tavernier, der den wertvollen indischen Stein König Ludwig XIV. übergeben hatte, wurde – so heißt es – bald darauf von wilden Hunden zerrissen, und viele andere seiner spätere Besitzer stürzten sich ins Verderben oder in den Tod.

Weit ab von diesem volkstümlichen Edelstein-Aberglauben – und ebenso weit entfernt von der glitzernden Welt der Schmucksteine und der marktüblichen Wertzuweisung nach Karat und Lupenreinheit – befindet sich der Künstler Bernd Munsteiner (*1943) auf einer völlig anderen, sehr ernsthaften Suche nach einem neuen Verständnis für die Mineralien. Als erster zeitgenössischer Künstler beginnt Munsteiner in den 1960er Jahren damit, die ästhetischen Qualitäten des natürlich gewachsenen Minerals in den Mittelpunkt seiner bildhauerischen Arbeit zu stellen. Einschlüsse und „Verunreinigungen“ im Kristall machen für ihn die individuelle Qualität des jeweiligen Edelsteins (Bergkristall, Aquamarin, Citrin usw.) aus und werden zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Recherche. Zunächst sind es Achate, später dann transparente Kristalle, die zu Bildern, Skulpturen oder Schmuck werden. Dem Betrachter erschließen sich – nicht zuletzt aufgrund der Transparenz des Materials – bislang unbekannte Sehräume; magische „Landschaften“ im Stein erweitern sich zu Projektionsflächen des Psychischen.

Bernd Munsteiners intensive Auseinandersetzung mit Edelsteinen hat ihm alles andere als Unglück gebracht: Während seiner mehr als 40-jährigen künstlerischen Tätigkeit hat er ein reiches Werk geschaffen, mit dem er heute international in öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten ist.

Spektakuläre Skulpturen wie die des Zyklus „Metamorphose“ (aus einem ursprünglich 850 kg schweren Bergkristall mit eingeschlossenen Rutilnadeln) sowie die 35 cm hohe Skulptur „Dom Pedro – Ondas Maritimas“ (der größte geschliffene Aquamarin der Welt) haben ihm einen internationalen Ruf als herausragenden Neuerer des modernen Edelsteinschliffs eingebracht. Eine Legende – aber im besten Sinne des Wortes.

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